Die Hundeschulen

Wenn nichts mehr geht, geht’s in die Hundeschule

Mit Freundschaften ist es überall gleich. Zunächst einmal müssen sie aufgebaut und dann entwickelt und gepflegt werden. Das gilt auch für den besten Freund des Menschen, den Hund. Doch wenn man in der ersten Zeit nicht alles richtig macht, kann die Freundschaft arg belastet werden. Dann hilft nur noch die Hundeschule.

Hundeschule

Die hechelnde Zunge, der treue Blick, der wedelnde Schwanz. Wenn der vierbeinige Liebling so vor einem steht, kann man ihm kaum einen Wunsch abschlagen. Doch genau das kann dazu führen, dass der Hund irgendwann nur noch macht, was er will. Die Meinung des Halters ist dann nicht mehr maßgeblich. Wenn der Hund fremde Menschen ungefragt anbellt, die Leine als ein Machtkampfwerkzeug betrachtet und am Tisch bettelt, dann ist etwas schief gelaufen in der Erziehung. Das ist sicher nicht böse gemeint gewesen, aber kein Zustand, der so bleiben darf. Die Fehler, die in der ersten Zeit der Erziehung gemacht wurden, können oft nur noch in der Hundeschule behoben werden. Das Gute daran ist nicht nur, dass der Hund lernt, sich besser zu verhalten. Der Mensch lernt auch vieles über seinen Hund.

Fehlverhalten bei Hunden

Hunde sind lernfähig. Nicht jeder Hund ist ein Kommissar Rex, aber mit viel Liebe und Geduld können Hunde eine ganze Menge lernen. Sie selbst bewerten das natürlich nicht. Ein Hund lernt, was ihm beigebracht wird. Und wenn das die falschen Dinge sind, verinnerlicht er eben die. Das Erlernte zu korrigieren, stellt sich dann als eine ausgesprochen anspruchsvolle Aufgabe dar. Grundsätzlich gibt es einige Dinge, die zwingend auf die Liste der Verhaltensweisen gehören, die der Hund nicht haben darf oder wieder ablegen muss:

• Der Hund darf weder beißen, noch Menschen anbellen oder an ihnen hochspringen.
• Der Hund muss auf Zurufe oder Kommandos sofort reagieren.
• Der Hund darf nicht an der Leine zerren, sondern muss „bei Fuß“ gehen.
• Der Jagdinstinkt des Hundes darf nicht dazu führen, dass er Spaziergängern, Joggern, Radfahrern oder sogar Kindern nachläuft.
• Der Hund darf sich nicht mit Artgenossen raufen oder sie angreifen.
• Der Hund muss stubenrein sein.
• Der Hund darf weder Futter stehlen noch am Tisch betteln.

Jeder, der einen Hund hat, weiß, dass besonders das Betteln am Tisch oft ein Thema ist. Man muss hier selbstverständlich differenzieren. Der kurze Versuch, etwas abzustauben, bedeutet nicht, dass das Tier völlig verzogen ist. Auf das Kommando, dass die Bettelei jetzt eindeutig vorbei ist, muss der Hund aber hören, sonst gibt es ein Problem.

Die Hundeschule: Kommunikationsunterricht für Mensch und Hund

Man bringt seinen Hund nicht morgens zur Hundeschule und holt ihn am Nachmittag wieder ab, um plötzlich ein gut erzogenes Haustier zu haben. Auf der Bank der Hundeschule sitzen beide, der Hund und der Mensch. Die Mensch lernt, den Hund besser zu verstehen, seine Gesten, seine Körperhaltung besser zu begreifen und zu erfahren, wie der Hund „tickt“. Der Hund dagegen lernt, auf die Kommandos seines Besitzers zu hören. Ausgebildete Trainer übernehmen diese Aufgabe. Zum Unterricht gehört sowohl die individuelle Förderung als auch das Gruppentraining, um das Sozialverhalten des Hundes zu verbessern. Hund und Mensch machen in einer Hundeschule wichtige Erfahrungen.

Wer übrigens schon frühzeitig damit beginnen möchte, den Hund mit professioneller Hilfe zu erziehen, der besucht am besten eine Welpenschule. Dort kann schon früh gelernt werden, wie man den Hund am besten erzieht. Spielerisch und dem Wesen eines jungen Hundes angepasst, werden Hund und Mensch darauf vorbereitet, ohne ständige Meinungsverschiedenheiten die besten Freunde zu sein.

Grundsätzliches zur Hundeschule

Hunde sind fixiert auf den Menschen, den sie lieben. Sie orientieren sich an seinem Verhalten und lernen durch ihn. Gleichzeitig muss klar sein, wer „der Boss“ ist. Ein Hund spürt genau, wenn sein Herrchen oder Frauchen unsicher ist oder es an der nötigen Konsequenz fehlt. Wenn dem so ist, dann ist der erste Schritt in die falsche Richtung gemacht. Ein Hund braucht klare Grenzen. Und er braucht Liebe, Geduld und Zuwendung. Letztlich macht es die Mischung. Lob und Streicheleinheiten gehören ebenso zur Hundeerziehung wie Konsequenz und Tadel, wenn es nicht anders geht. Doch niemand ist perfekt, weder der Hund noch der Mensch. Also heißt es das tun, was man bei guten Freundschaften eben tun muss: An ihnen arbeiten und sie pflegen, damit sie wachsen können.

Fotoquellen: © Harald07 – Fotolia.com

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