Tipps zum Umgang mit Diabetes bei Haustieren

Diabetes, die auch als Zuckerkrankheit bezeichnete Funktionsstörung des Stoffwechsels, gehört heute leider zu den Zivilisationskrankheiten der Menschheit. Doch auch Haustiere können unter Diabetes leiden. Wie erkennt man diese seltene Erkrankung wie bekommt man sie in den Griff?

Erste Anzeichen für eine mögliche Erkrankung an Diabetes ist, wie beim Menschen, starker Durst. Bei den meisten Tieren, beispielsweise Katzen hat man jedoch keinen Überblick über die genaue Trinkmenge. Offensichtlich wird die erhöhte Flüssigkeitsaufnahme in diesem Fall schließlich im Katzenklo. Verstärktes Urinlassen weist auf eine Erkrankung der Nieren oder des Stoffwechsels hin. Bei Katzen lässt sich die Erkrankung auch am Gang feststellen. Sie setzen statt der Zehen den gesamten Fuß auf und knicken hinten etwas ein. Genaue Ergebnisse kann jedoch nur der Tierarzt liefern. Anhand einer Blut- oder Urinuntersuchung lässt sich feststellen, ob der Blutzuckerspiegel des Haustiers im normalen Bereich liegt oder erhöht ist. Dass sich die Diabetes bei einem Tier entwickeln kann, hat mehrere Ursachen. Die häufigste jedoch ist Übergewicht.

Die Deutsche Tierschutzakademie schätzt, dass etwa 45.000 Hunde und Katzen in Deutschland unter Diabetes leiden. Da eines der Symptome der Erkrankung auch größerer Hunger ist, befinden sich die Tiere in einem Teufelskreis. Sie leiden aufgrund von Übergewicht an der Krankheit und betteln aber ständig nach noch mehr Futter. Hier ist die Disziplin des Halters gefragt. Er muss die Blutwerte regelmäßig überprüfen lassen und spezielles Tierfutter besorgen. Für die betroffenen Tiere ist es außerdem hilfreich, wenn feste Fütterungszeiten eingehalten werden. Kleine Leckerbissen zwischendurch sind bei kranken Tieren pures Gift. Nach der Mahlzeit benötigen die Tiere eine Insulinspritze, empfohlen werden täglich zwei Injektionen. Das Hormon sollte kühl gelagert werden und immer an einer Körperseite unter die Haut gespritzt werden. So bekommt man die Krankheit in den Griff.

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