Depressionen, Neurosen und andere Verhaltensstörungen sind bei Hunden keine Seltenheit mehr. Woran erkennt man die Verstimmungen und wie kann man sie in den Griff bekommen?
Eine Verhaltensauffälligkeit ist es beispielsweise, wenn der Hund permanent seinen eigenen Schwanz jagt. Dieses zwanghafte Verhalten dient dem Hund dazu, Erregungen abzubauen. Auch unsauberes Verhalten gehört dazu. Ursache dafür sind Stress, Depressionen oder auch Angststörungen. Die Behandlung des Tieres ist jedoch schwieriger, als das beim Menschen der Fall wäre. Zum einen kann sich der Hund nicht über seine Probleme äußern, zum anderen gibt es noch keine allgemeingültig anerkannten Diagnosekriterien in der Veterinärmedizin.
Erster Anlaufpunkt für einen depressiven Vierbeiner ist der Tierarzt. Auf dieses Gebiet spezialisierte Veterinärmediziner können Medikamente, sogenannte Psychopharmaka verschreiben, die eine Depression oder ein verhaltensgestörtes Auftreten behandeln können. Bei depressiven Hunden haben sich Antidepressiva bewährt, die in dieser Zusammensetzung auch beim Menschen angewendet werden. Danach folgt eine spezielle Verhaltenstherapie. Der Grund ist, dass die meisten Hunde erst nach der Einnahme der Medikamente für eine solche Therapie offen werden. In der Therapie wird auch geklärt, wie der Alltag des Hundes aussieht, wo er herkommt und wie er gehalten wird. Dadurch lassen sich häufig auch Auslöser für die Erkrankung ermitteln. Idealerweise findet die Verhaltenstherapie auch in der gewohnten Umgebung des Hundes statt.
Vorab wird der Hund allerdings auf körperliche Beeinträchtigungen untersucht, denn häufig kann eine Verhaltensauffälligkeit auch aus einer physischen Erkrankung resultieren. So sind oft Harnwegserkrankungen der Grund für ein unsauberes Verhalten. Schmerzen oder sogar Epilepsie können außerdem der Grund sein, dass sich der Vierbeiner zwanghaft bewegt.
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